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Entstehungshintergrund, Übersicht über die Romanwelt, die Protagonisten u.a.


Themen:
Hintergrund
Geschichte & Gesellschaftssystem
Die außerirdischen Völker
Protagonisten
Dr. Caruthers kleines Tierleben


Die außerirdischen Völker

Nur die wenigsten in „Tiere des Feuers“ auftretenden Figuren sind Menschen. Obwohl Angehörigen der Homo sapiens - Spezies in späteren Bänden größere und kleine Nebenrollen eingeräumt werden, bleibt es doch vornehmlich die Geschichte einer Gruppe Personen des Zwillingsvolkes aus Nefilim und Annunaki.
Im folgenden finden Sie daher eine Übersicht über die außerirdischen Rassen der „Tiere des Feuers“ - Romanwelt zum Stand des ersten Bandes.








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N E F I L I M 

Die jüngere der beiden Unterarten. Beinahe jeder Adlige zählt auch zum Adelsstand.
Es gibt ca. zwanzig Nefilimrassen, wobei die Grenzen in der Gegenwart zunehmend verschwimmen und sichtbare Zugehörigkeit zu einer bestimmten Rasse dem Individuum nicht gerade hohes Ansehen einbringt. Welcher Adlige möchte schon aussehen wie ein Haustier, das gewissermaßen am Fließband nach DIN - Norm gezüchtet wurde?!
Nefilim erreichen Körpergrößen zwischen 2,20m und 2,80m (seltener bis 3,20m) und sind von robusten, aber nicht grobschlächtigen Körperbau.
Wie alle Lebewesen des Dreisternsystems verfügen Nefilim über drei Gliedmaßenpaare, wobei das dritte lediglich in Form von Rudimenten zwischen Schulterblättern zu finden ist.
Sie besitzen sechs Finger an jeder Hand und sechs Zehen an jedem Fuß.
Nefilimschädel sind schmal und langgezogen. Sie werden von großen, ovalen, schräg stehenden Augen dominiert, die stets der Haarfarbe entsprechen und deren im Kontrast zur Augenfarbe stehende schwarze Pupillen als Makel empfunden werden - je dunkler die Augenfarbe, als umso hübscher gilt das Individuum. Nefilimaugen weisen ein Glühen von innen heraus auf, ermöglichen aber trotzdem keine bessere Nachtsicht, als sie Menschen gegeben ist. So ziemlich jede Augen- und damit Haarfarbe ist möglich und Kombinationen aus Haar- und Hautfarbe sind oft völlig willkürlich.
Das Sichtfeld eines Nefilim ist ein klein wenig schmaler als das des Menschen, geht dafür aber stärker in die Höhe - eine Überlebensnotwendigkeit in ihrem von flugfähigen Raubtieren heimgesuchten heimatlichen Ökosystem.
Nefilimohrmuscheln sind ebenso winzig wie ihre Nasen. Nefilim können ihre Ohrmuscheln bewusst durch Muskelbewegungen steuern - „die Ohren spitzen“ ist in diesem Volk also nicht nur eine Redewendung.
Der Wahrnehmungsapparat von Nefilim und Annunaki ist um einen zusätzlichen sechsten Sinn erweitert, den sogenannten Äthersinn. Er ermöglicht empathischen Austausch mit Artgenossen, der jedoch nur den begabtesten Individuen echte Telepathie ermöglicht.
So wörtlich, wie die Ätherkommunikation von mir zuweilen wiedergegeben wird, funktioniert sie in der Praxis nur selten. Ein <Gut siehst du heute wieder aus, Ninki-Schatzi!> bzw. <Angetreten und Schnauze gehalten, Sträfling Izimu!> transportiert viel eher den Gefühlsinhalt als die konkreten Worte. Im allgemeinen wird dann Ninki mit ähnlichen Gefühlen reagieren, wohingegen Izimu... übergehen wir das einfach.
Im Allgemeinen ist der Äthersinn bei Hochadligen am stärksten ausgeprägt. Mancher Annunaki ist kaum in der Lage, seinen eigenen Äthersinn aktiv einzusetzen, wird aber allein durch das Vorhandenseins eines solchen Sinnes zum willigen Ziel durch einen stärkeren Nutzer. In seltenen Fällen sind Individuen immun gegen Beeinflussung durch den Äther, was häufig mit einer Störung der eigenen Sendefähigkeit einhergeht. Ein solches Ätherchamäleon, der Hauslose Sjuren, befindet sich unter den Protagonisten des ersten Bandes und auch Enkis zweitjüngster Tochter wird diese Fähigkeit nachgesagt.
Verschiedenste Techniken können erlernt werden, um den eigenen Geist abzuschirmen, seinem Gegenüber Schmerzen zuzufügen oder die Gefühle eines Untertanen besser zu durchleuchten. Viele dieser Tricks werden von den sie beherrschenden Familien eifersüchtig gehütet, andere sind Allgemeingut. Kethris im Prolog verwendeter überaus nützlicher „Ätherknebel“ zählt zu den verbreiteteren unter den semi-geheimen Techniken, seine Anwendung gilt allerdings als ebenso verpönt, als hielte man seinem Gesprächspartner den Mund mit der eigenen Hand zu.
Nefilim sind mit Annunaki problemlos fruchtbar, die Kinder verfügen meist über einen stark ausgeprägten Äthersinn, unabhängig davon, welchem Elternteil sie der Physiologie nach stärker entsprechen. Aufgrund ihrer Seltenheit heiraten derartige Mischlinge nur in Ausnahmefällen untereinander, so dass unklar bleibt, ob hier Potential für eine dritte Unterart besteht, oder ob, was als wahrscheinlicher angenommen wird, sich die Nachkommen von ganz allein wieder nach ihren Großeltern sortieren würden.
Nach einer siebenmonatigen Schwangerschaft wird meist ein Zwillingspaar aus Knabe und Mädchen geboren, wobei der männliche Zwilling immer der Ältere ist. Gleichgeschlechtliche Zwillinge sind noch nie vorgekommen und männliche Einzelgeburten extrem selten.
In Menschenjahren gemessen werden Nefilim bis zu 130 Jahre alt. Ihre Kindheit ist verglichen mit der hohen Lebenserwartung extrem kurz. Die Volljährigkeit erreichen sie je nach Clanszugehörigkeit im Äquivalent des vierzehnten bis sechzehnten Lebensjahres, verlassen die Pubertät allerdings erst mehrere Jahrhunderte später, was in Verbindung mit den weitreichenden Machtbefugnissen eines jungen Adligen Probleme geradezu herausfordert.

Tabelle der Altersstufen [39 KB]



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A N N U N A K I 

Die ältere der beiden Unterarten weist keine distinktiven Rassen auf. Im Großen und Ganzen entsprechen sie im aussehen ihren jüngeren Vettern, erreichen aber nur 1,80m bis 2,60m Körpergröße. Ihre „Gesichtserker“ stehen deutlicher hervor, so dass Witze über Annunakinasen und ihre elfenartig gespitzten Ohren an der Tagesordnung sind.
Die große Masse der Annunaki sind Gemeine, einige dürfen sich Gleichgestellte nennen, aber man hat auch schon von aufgrund ihrer Verdienste, geschickter Erpressung oder kluger Heirat geadelten Annunaki gehört.
Ein Annunaki verfügt nur über einen schwach ausgeprägten Äthersinn, der auch durch intensives Training nie auf die Stärke eines Adligen gehoben werden kann. Ausnahmen kommen natürlich vor und weisen oft auf eine mehr oder weniger bunte Familiengeschichte hin.
Es scheint so, dass ein mächtiger Äthersinn die Kreativität des Anwenders verkümmern lässt. Die begabtesten Künstler des Dreisternsystems sind jedenfalls Annunaki und ein erfolgreicher Maler, Sänger oder Bühnentexter kann es erstaunlich weit bringen.
Entgegen der landläufigen Meinung sind Annunaki nicht von Natur aus dümmer als ihre Herren. Ihnen stehen lediglich weniger Möglichkeiten offen, ihr intellektuelles Potential auszureizen. Die meisten diesbezüglichen Ansätze werden bereits im Kindesalter zerstört, denn sie Untertanenklasse zieht sich selbst zu Gehorsam und Fleiß, nicht aber zum Mitdenken heran. Entwickelte in der Vergangenheit ein Gemeiner doch einmal so etwas wie ein Selbstwertgefühl, kam er nicht mehr dazu, sich fortzupflanzen bzw. fiel es ihm schwer, seinen Nachwuchs aus der Gefängniszelle heraus zu erziehen.
Die feineren Gesichtszüge und der zartgliedrigere Körperbau eines Annunaki weckt in vielen Nefilim dieselben Beschützerinstinkte und Überlegenheitsgefühle, die diese ihren Frauen gegenüber empfinden. Normalerweise ist ein jugendlicher Nefilim einem erwachsenen Annunaki körperlich überlegen, außer natürlich, bei letzterem handelt es sich um einen kräftigen Hafenarbeiter und der Jüngling hat sein Training in den beim Adel beliebten Ritterspielen vernachlässigt.
Annunaki erreichen ein Alter von bis zu 90 Menschenjahren. Sie sind ihren gleichaltrigen Nefilimvettern in der Entwicklung meist ein wenig voraus, was sich allerdings nur im Kindesalter wirklich bemerkbar macht.
Aufgrund ihrer hohen Lebenserwartung kann es vorkommen, dass Annunaki und Nefilim dieselbe Erfahrung (oder auch Berufsausbildung) mehrfach im Leben wiederholen müssen, ohne auf die vorangegangene zurückgreifen zu können. Es gehört ebenfalls zur Alltagserfahrung, dass nicht nur die Braut, sondern auch der zukünftige Schwiegervater ein ganzes Stück jünger als ein hoffnungsvoller Bräutigam sein kann und man im Gegenzug dazu seine älteren Geschwister als so weit von der eigenen Lebenswelt entfernt empfindet, dass diese viel eher Onkel- und Tantenfunktion übernehmen. Eine exakte Angabe des Alters einer Person, wie man es in jeder Tageszeitung findet, würden die Bürger Erbet-Kibratims selbst dann noch als überflüssig, ja sogar lächerlich, empfinden, drückte man dieses in ihren etwa 55 Erdenjahre umfassenden Zyklen aus. Wichtiger sind die Stufen "kleine Volljährigkeit" (Alkoholgenuss, Autofahren, eingeschränkte Geschäftsfähigkeit) im Alter von ca. 12, die Volljährigkeit mit 14-16 und das mit ca. 20 Menschenjahren erreichte Erwachsenenalter.



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I G I G I 

Die Igigi sind die Himmelsgötter der Annunakimythologie. Sie haben der Lehrmeinung nach die Welt erschaffen und als diese sie später langweilte ein wenig von sich selbst hinzugefügt, um die Nefilim entstehen zu lassen. Jeder adlige Clan rühmt sich eines anderen himmelsgöttlichen Vorfahren, die Theologen haben sich allerdings auf zwölf große Igigi einigen können, die das Reichspantheon bilden. Auch jene Häuser, die eine anderen Religion pflegten (in der Gegenwart ist davon nur noch Ubaid übrig geblieben), erkannten die Existenz der Igigi an, verehrten diese aber nicht unbedingt aktiv.
Igigi sind eindeutig als männlich oder weiblich zu erkennen, darüber hinaus existieren überraschenderweise fast keine Beschreibungen dieser Wesen. Lediglich Enlil Alulims berühmt-berüchtigtes Werk „Religionsphysik“ enthält mehrere Illustrationen, die aufgrund der Tatsache, dass die Nefilim ja aus einer Kreuzung von Annunaki und Igigi entstanden sein sollen, das Aussehen der Himmelsgötter zu rekonstruieren versuchen.
Eine zunehmende Abwendung von der Religion ist auch in Ajaer Scharutur zu beobachten, was dem gemeinen Volk allerdings nichts nützt. Im Prinzip steht ein Annunaki nur vor der Wahl, die Überlegenheit seiner Herren anzuerkennen, weil diese a) von den Göttern abstammen oder weil sie b) die evolutionär höherstehende Spezies darstellen.



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W I N D W Ä C H T E R   &   S C H A T T E N L O S E 

Die Diener der Himmelsgötter leben in Tilmun beziehungsweise Sheol (während den Igigi selbst jeweils eigene jenseitige Domänen zugewiesen werden). Tilmun stellt dabei das Paradies dar, in dem sich die edelsten der Nefilim bedient von den treuesten der Annunaki bedient ihrer fortgesetzten Existenz erfreuen. Man sollte hierbei allerdings bedenken, dass „die Edelsten“ sich auf jene Adligen bezieht, die ihren Herrscherpflichten am besten entsprochen haben und nicht unbedingt das umfasst, was ein Christenmensch unter vorbildlicher Lebensführung versteht. So mancher der Igigi legte die Fürsorgepflicht seiner sterblichen Nachkommen gegenüber den Untertanen äußerst großzügig aus und legt mehr Wert auf Erfolg, z.B. im Geschäftsleben.
Sheol hingegen ist ein Ort der Stagnation. Weil dort nichts passiert, existieren auch keine Bedrohungen, womit keine Notwendigkeit besteht, sich mit anderen zu verbünden. Dem Weltbild der Nefilim nach resultiert das in ewiger Einsamkeit für jeden in diese Hölle Verbannten.
Windwächter erscheinen als goldglänzende, geschlechtslose und nicht eindeutig Nefilim oder Annunaki zuzuordnende geflügelte Wesen. Schattenlose sind von Windwächtern nicht in der Erscheinung zu unterscheiden, sondern fühlen sich lediglich im Äther düsterer an. Ihren Namen verdanken sie der Tatsache, dass es in Sheol kein Sonnenlicht gibt, weshalb auch niemand Schatten werfen kann. Die Aufgabe beider Wesen besteht darin, Verstorbene im Jenseits zu empfangen und nebenbei auf den geringsten Wink eines Igigi jederzeit zu gehorchen. Sie weisen keine individuellen Namen oder Merkmale auf.



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